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Bürgerbefragung der Polizeidirektion Böblingen abgeschlossen 

Erstmals wurde bei der Polizeidirektion Böblingen eine Bürgerbefragung durchgeführt. Im November sind rund 1100 zufällig ausgewählte Einwohner über 18 Jahre im Kreis befragt worden.

 Freundliche Mitarbeiter der Polizeidirektion Böblingen haben im November rund 1100 zufällig ausgewählte Bürger im Kreis angerufen und sie am Telefon befragt. Dabei ging es um das Sicherheitsgefühl, Präsenz und Qualität der Polizeiarbeit im Landkreis Böblingen. Es war die erste derartige Umfrage, mit der die Polizei ein Stimmungsbild der Bevölkerung erheben wollte.

Die Befragungsaktion der Polizei im Kreis Böblingen ist nun abgeschlossen und somit deutlich früher beendet worden, als ursprünglich geplant. Insgesamt wurden 1132 Personen befragt. Davon waren es 545 Männer und 587 Frauen. In der Gruppe zwischen 40 und 64 Jahre sind 242 Männer und 259 Frauen interviewt worden. Sie verkörperten die meist vertretene Altersgruppe. 55 junge Männer und 53 Frauen wurden in der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren befragt. Sie stellen in der repräsentativen Umfrage die kleinste Gruppe dar.

Bereits die erste Bilanz der Böblinger Polizeidirektion fällt für deren Leiter positiv aus: „Wir können zum heutigen Zeitpunkt schon sagen, dass eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung mit ihrer Polizei im Kreis Böblingen zufrieden ist. Aber auch die vereinzelt abgegebenen kritischen Äußerungen werden wir hinterfragen“, so Denzer. Mit einem Lob wendet sich Denzer auch an die Befragten: „Nur wenige Bürger wollten bei der ersten Bürgerbefragung von der Polizei nicht mitmachen.“ Dagegen fanden es über 90 Prozent der Befragten sehr positiv, dass die Polizei die Meinung der Bürger einholt. „Mein Dank gilt deshalb besonders den Bürgerinnen und Bürgern, die sich die Zeit genommen haben, unsere Fragen zu beantworten“, sagte Denzer. Einige Bürger nutzten den Kontakt über die Befragung hinaus und gaben der Polizei auch Hinweise. Dadurch wurden beispielsweise Örtlichkeiten bekannt, wo es vermehrt zu Ordnungsstörungen kommt. Der kürzere Befragungszeitraum rührte von der relativ guten Erreichbarkeit der Anschlussteilnehmer her. „Allerdings war es bei den Männern von 18 bis 64 J. am Schluss extrem zäh. Diese Altersgruppe hat man fast nur abends bekommen, “ sagte Georg Rothenberger, der bei der Polizeidirektion die Bürgerbefragung organisierte.

Auf wissenschaftlicher Grundlage wurden 25 Kriterien und Fragen erarbeitet, die im Rahmen der Bürgerbefragung erhoben und jetzt ausgewertet werden. Unter anderem fragten die meist weiblichen Interviewerinnen der Polizeidirektion, wann der Angerufene zum letzten Mal Kontakt mit der Polizei hatte und wie die Polizei sich ihm gegenüber verhalten hat. Gefragt wurde zum Beispiel auch, ob man sich als Zeuge oder Hinweisgeber zur Verfügung stellen würde oder man sich mehr Polizeipräsenz wünscht? Um alle Altersgruppen zwischen 18 Jahren und darüber abdecken zu können, war am Anfang des etwa viertelstündigen Gesprächs erst Alter und Geschlecht und Wohnort erfragt worde. Der Name blieb allerdings außen vor, denn die Befragung verlief völlig anonym.