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Drei Unfälle mit drei Toten innerhalb drei Stunden 

Innerhalb nur weniger Stunden ereigneten sich von Samstag auf Sonntag im Kreis Böblingen drei Unfälle, bei denen jeweils ein Unfallbeteiligter ums Leben kam.

Der erste Unfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich am Samstagabend gegen 23.00 Uhr in der Gärtringer Straße zwischen Nufringen und Gärtringen, bei dem ein 86-jähriger Fußgänger von einem Geländewagen überrollt wurde. Der demenzkranke und altersschwache Mann kam auf der Kreisstraße 1067 zwischen Nufringen und Gärtringen zu Fall, wo er auf der Fahrbahn liegen blieb. Eine 60-jährige Geländewagenfahrerin, die von Nufringen in Richtung Gärtringen fuhr, erkannte den Mann auf dem Boden zu spät. Sie leitete zwar noch eine Vollbremsung ein, konnte aber nicht mehr verhindern, dass sie den Mann überrollte. Der 86-Jährige verstarb noch an der Unfallstelle aufgrund der Unfallfolgen.  Warum der betagte Mann auf der Fahrbahn lag, ist noch unklar. Er war trotz Außentemperaturen von minus 16 Grad lediglich mit einer leichten Jacke und Hausschuhen bekleidet. Die Unfallverursacherin erlitt einen Schock. Zur Klärung des Unfallhergangs zog die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen hinzu. Zur Ausleuchtung der Unfallstelle war die Feuerwehr Nufringen mit sieben Mann und zwei Fahrzeugen ausgerückt.  

Bei einem späteren Unfall auf der A 81 zwischen Schönbuchtunnel und der Anschlussstelle Herrenberg gegen 0.45 Uhr wurde eine Autofahrerin nach einer Karambolage tödlich verletzt. An dem Unfall waren fünf Autos beteiligt. Der genaue Unfallhergang ist noch nicht endgültig geklärt. Bislang wird davon ausgegangen, dass die beim Unfall tödlich verletzte 28-jährige Autofahrerin aus dem Kreis Calw zuvor mit ihrem VW Polo in Richtung Singen unterwegs war und dann aus ungeklärter Ursache zunächst nach rechts auf den Standstreifen geriet und dann quer über die Fahrbahn in die Mittelleitplanke schleuderte. Ein nachfolgender 23-jähriger Golf-Fahrer und ein 57-jähriger VW-Bus-Fahrer bemerkten den Unfall rechtzeitig und konnten noch ausweichen. Dies gelang einem 21 Jahre alten Hyundai-Fahrer nicht. Er krachte zuerst in das Heck des Polos und dann noch gegen den Golf und den VW-Bus. Dabei wurden der Hyundai- und der Golf-Fahrer leicht verletzt. Die Unfallverursacherin stieg nach dem Aufprall aus ihrem Auto, überquerte die Mittelleitplanke auf die Gegenfahrbahn und wurde dort von einem herannahenden BMW eines 56-jährigen überrollt. Die Frau verstarb noch an der Unfallstelle. Wegen des Unfalls war die A 81 über mehrere Stunden voll gesperrt. In Richtung Stuttgart mussten die Autofahrer zweieinhalb und in Richtung Singen dreieinhalb Stunden bei Außentemperaturen knapp unter minus 20 Grad ausharren. Das Deutsche Rote Kreuz versorgte die geduldigen Insassen mit Heissgetränken. Der Rückstau hielt sich mit zwei und vier Kilometern in Grenzen, da der Verkehr in beide Richtungen vor der Unfallstelle ausgeleitet wurde. Die Feuerwehren Herrenberg und Gültstein waren mit sechs Fahrzeugen und 26 Mann im Einsatz. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Den Gesamtsachschaden beziffert die Polizei auf rund 25 000 Euro.  

Der dritte folgenschwere Unfall ereignete sich im Böblinger Herdweg gegen 2 Uhr nachts. Ein vollbesetzter BMW krachte zunäccht gegen eine Betonmauer und dann gegen die Böschung.  Bei dem Unfall war ein Todesopfer, eine lebensgefährlich verletzte Person und zwei Schwerverletzte zu beklagen. Die 23 Jahre alte Fahrzeuglenkerin kam in dem neuen 5er-BMW mit ihren drei männlichen Begleitern von der Sudetenstraße und fuhr in Richtung Panzerstraße, wo sie zuerst vermutlich wegen eines Fahrfehlers und überhöhter Geschwindigkeit mit den Rädern gegen den rechten Bordstein geriet und danach über den vereisten Gehweg an einer Mauer entlang schlitterte. Danach krachte sie auf die Ecke einer Gartenmauer, von wo sie regelrecht wegkatapultiert wurde und frontal in die gegenüberliegende Böschung krachte. Die Wucht des Aufpralls auf das Betoneck der Mauer war so groß, dass ein massives Teil herausgerissen und 10 Meter weit gegen eine Hauswand geschleudert wurde. Bei dem Unfall wurde ein 28 Jahre alter Mann so schwer verletzt, dass er an der Unfallstelle reanimiert werden musste. Dennoch verstarb er wenig später in einem Krankenhaus aufgrund der Schwere seiner Verletzungen.  Ein 39-jähriger Mitfahrer schwebt noch immer in Lebensgefahr, ein 30 Jahre alter Mann und die Fahrzeuglenkerin wurden mit schweren Verletzungen ebenfalls in ein Krankenhaus eingeliefert. Bei den männlichen Insassen des BMW handelt es sich um Angehörige der US-Streitkräfte. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Untersuchung des Unfalls durch einen Gutachter an. Die Insassen mussten von der Feuerwehr aus dem total demolierten Autowrack geschnitten werden. Der Gesamtschaden beträgt 60 000 Euro.